Rezension - Käfig aus Rache und Blut
Ein Käfig
aus Rache und Blut, Laura Labas
–
Rezension
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Wir befinden
uns in einer Welt, in der Dämonen das Sagen haben und die Menschen sich
unterordnen müssen. Alles wird von den Dämonen kontrolliert (viele
Verbote, Zeitungen werden zensiert
usw.), so dass die Menschen alles andere als frei und unbekümmert leben können.
In einer dieser Städte, Ascia, lebt
Alison. Diese hat schon früh ihre Familie verloren und ist seit dem auf Rache
aus; sie will Vergeltung für den Mord an ihrer Familie. Durch jahrelanges
Training ist sie mittlerweile eine knallharte Killerin geworden, die sich einer
Gruppe von Dämonenjägern angeschlossen hat. Als sie gerade von einem Auftrag
zurückkehrt, wird sie von Dämonen entführt, misshandelt und verschleppt. Dort
lernt sie u.a. den jähzornigen Gareth kennen, der sie ebenfalls oft verprügelt,
um sie für ihr rebellisches Verhalten und verschiedene Fluchtversuche zu „bestrafen“. Doch dann, im Laufe der
Geschichte, wendet sich das Blatt; sie lernt eine andere, nettere Seite der
Dämonen kennen und geht später sogar einen Handel mit dem Dämonenkönig Dorian
ein.
Ich finde
die Story des Buches klingt sehr interessant,
da es mal etwas Neues ist (Dämonen als Herrscher). Jedoch war ich am
Anfang nicht wirklich überzeugt; die Dämonen erinnern einen stark an Vampire
(kein Tageslicht, Blut trinken), was mich persönlich gestört hat, und mit der
Hauptprotagonistin, Alison, hatte ich wirklich Probleme; mit ihr konnte ich
mich einfach nicht so recht anfreunden. Auf der einen Seite ist sie die
knallharte Jägerin, die nichts als Rache im Sinn hat, aber dann auf der anderen
Seite heult sie urplötzlich ihrem Ex Freund nach und verknallt sich
(gleichzeitig) in einen sadistischen Schlägertypen, der sie ständig verprügelt.
Das ist doch recht unglaubwürdig und für mich absolut nicht nachvollziehbar.
Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass es sich hier mal wieder um eine
verworrene Dreiecksbeziehung handelt... ABER: wenn man damit erstmal durch ist,
wird es besser! Ab Mitte des Buches nimmt
die Geschichte an Fahrt auf; es kommen viele neue (tolle) Charaktere dazu, die
Atmosphäre wird düsterer , die Handlung ziemlich blutig (aufgespießte Tiere,
Opferrituale , Frauen die als Spielzeug angesehen und misshandelt werden) und
auch Alison und Gareth verändern sich und wurden mir sympathischer. Es werden viele Intrigen geplant und man
möchte dann doch wissen wer worin verwickelt ist, und was es mit der ganzen
Geheimniskrämerei auf sich hat. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz; über
manches Wortgefecht zwischen Alison und Gareth musste ich doch schmunzeln. Den
Schreibstil mochte ich sehr; die Autorin vermittelt dem Leser eine präzise
Vorstellung ihrer Welt, ohne sich dabei in Details zu verlieren.
Fazit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten für mich ein
guter Reihenauftakt und ich werde auf jeden Fall den Folgeband lesen. Für
Vampirfans, die es düster mögen und nicht so zart besaitet sind (wie schon
erwähnt, Gewalt ist hier ein großes Thema) eine ganz klare Leseempfehlung.

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