Rezension - Der Totengräbersohn
Der
Totengräbersohn, Sam Feuerbach
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Die
Geschichte spielt in einem fiktiven Dorf Namens Haufen, dort herrscht
die typische mittelalterliche Stadthierarchie der Einwohner (der
höchste Stand hat der Prietser inne, die Totengäber stehen ganz
unten). Der Autor beschreibt alles sehr authentisch und eindrucksvoll
, man fühlt sich von der ersten Seite des Buches in diese düstere,
mittelalterliche Welt hineinversetzt. Es ist spannend geschrieben,
ohne unnötige Längen aber dafür mit viel schwarzen Humor und
Sarkasmus vom Feinsten.
Einer
der Hauptprotagonisten ist der junge Farin, der Sohn des
Totengräbers. Der Leser begleitet ihn anfangs durch seinen Alltag
und kann sich ein gutes Bild vom damaligen Leben und den anderen
Dorfbewohnern machen. Als Farin dann eines Tages das Amulett an sich
nimmt, geht er dadurch ungewollt einen Bund mit einem Dämon ein.
Dieser ist fortan sein ständiger Begleiter und ebenfalls alles
andere als Begeistert davon. Anfangs ist Farin völlig überrumpelt
von der Stimme in seinem Kopf, später dann nur noch genervt. Auf die
bissigen Kommentare des Dämons könnte er gut und gerne verzichten.
Aber beide haben erstmal keine andere Wahl; sie sind (ob sie es nun wollen oder nicht) aneinander gebunden und um dies dies zu ändern, müssen sie sich auf eine abenteuerliche Reise begeben.
Die
andere Hauptprotagonistin ist ein junges Waisenmädchen namens Aros.
Sie wächst in einem Waisenhaus in der verdreckten Hauptstadt auf und
auch ihr Leben ist geprägt von Gewalt und Armut. Doch eines Tages ändert
sich ihr Leben schlagartig und sie muss aus der Stadt fliehen (mehr kann man nicht verraten ohne zu spoilern ;) )
Dieses
Buch gehört zu meinen neuen Lieblingsbüchern! Ich konnte gar nicht
mehr aufhören mit dem Lesen und hatte das Buch nach nicht mals zwei
Tagen durch. Ich
bin ein Fan vom Mittelalter und liebe Fantasygeschichten. Also für
mich die perfekte Kombination. Es ist spannend geschrieben, witzig,
aber eben auch düster und mit vielen Gewaltszenen. Also meiner
Meinung nach nur was für ältere Leser (Armut, Verwahrlosung,
Prostitution werden thematisiert).
Farin
mochte ich von Anfang an sehr, er ist zwar manchmal total naiv und
handelt unüberlegt aber trotzdem finde ich ihn sehr sympathisch.
Sein Leben ist alles andere als ein Zuckerschlecken und dennoch hat
er nie seinen Humor verloren und versucht sich alles nicht zu sehr zu
Herzen zu nehmen. Das finde ich sehr beeindruckend. Über den Dämon
erfährt man in diesem Buch leider nicht so viel. Er ist sehr
intelligent und schlagfertig und natürlich auch gemein zu Farin,
aber wenn es drauf ankommt, ist er für ihn da und hilft ihm.
Deswegen weiß man auch nicht, ob Farin ihm trauen kann oder ob der
Dämon vielleicht hinterhältig ist und seine eigenen Pläne
schmiedet. Sein Sarkasmus und die Dialoge zwischen den beiden sind
super, da muss man wirklich schmunzeln .
Auch
über Aros, das Waisenmädchen, erfährt man kaum etwas. Sie kämpft
oft um ihr Leben und versucht sich in dieser rauen Welt
durchzusetzen. Ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert und bin
gespannt, was es mit ihr auf sich hat.
FAZIT: Ein mehr als gelungener Serienauftakt! Eine wirklich spannende Geschichte , abseits von kitschigen
verliebten Vampiren und Co. . Aber stellenweise wirklich brutal (vor allem die Geschichte um Aros), daher nur was für Erwachsene.
Also
ich werde mir direkt den zweiten und dritten Teil kaufen , denn ich
muss unbedingt wissen, wie es weitergeht! Absolute Leseempfehlung für
alle Fantasyfans!

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